So viel ist sicher: Das folgende Interview ist anders.
Anders als alles, was bisher bei coach-your-self.tv ausgestrahlt wurde. Und vielleicht je ausgestrahlt wird.
Heute, knapp zwei Monate nach der Begegnung mit dem amerikanischem Zen-Meister Genpo Roshi bin ich immer noch tief berührt.
Genug der Worte.
Vorhang auf:
Wie bist Du zu Zen und Deinem Prozess "Big Mind - Big Heart" gekommen?
Ein plötzliches Erleuchtungserlebnis in den 70gern machte den Anfang...
Was geschah nach Deinem Erlebnis?
Genpo Roshis Weg zum Zen-Meister.
Martin hat sein "Erlebnis"
Martin erfährt mehr über sein verletztes Selbst
Nein, es gab keine seelische Nabelschau. Aber Einsichten über meine und vielleicht auch Ihre Verletzlichkeiten.
Entdeckung des Big Mind.
Und weitere Einsichten, was das tiefste Innere im Menschen möchte.
Spiritueller Gestank & merkantile Befindlichkeiten
Warum Esoterik zum Himmel stinken kann. Und wie Geld und Spiritualität zusammen gehören können...
Gott, Zen und E-Mails
Meine letzte Frage zog einen Bogen zu Neale Donald Walsch...
Schlüssel-Erkentnisse
Folgende Einsichten habe ich mir aus dem Interview gezogen:
1. Kontakt nach Innen ist nicht harte Arbeit. Sondern kann ganz einfach jetzt geschehen. So faszinierend ich Zen und Buddhismus finde - die Vorstellung, zehn Tage hintereinander acht Stunden am Stück zu meditieren, hat mich immer abgeschreckt. Das ist auch nicht notwendig. Der Kontakt nach innen steht jederzeit offen. Wir müssen nur fragen...
2. Die Seele versteckt sich nicht. Wir brauchen keinen Guru, um einen Kontakt nach Innen zu schaffen. Ein erfahrener Reiseführer wie Genpo Roshi mag uns den Weg ebnen, aber es geht auch ohne ihn. Denn die Seele, oder wie immer Sie Ihr tiefstes Inneres bezeichnen wollen, ist immer da. Und ansprechbar.
3. Multiple Persönlichkeiten. Wir haben viele unterschiedliche Seiten in uns. Einige sind nobel und erhaben. Andere sind egoistisch, verletzt oder kleingeistig. Wichtig sind sie jedoch alle für uns: Denn jede erfüllt eine Funktion, eine Aufgabe. Erkennen wir diese an, kann sich innerlicher Frieden ausbreiten.
4. Leben ist balancieren. Zweifelsohne leben wir hier im Westen in einer Dringlichkeitskultur, die uns ganz schön durchs Leben treiben kann. Darum ist Meditation oder eine andere kontemplative Praxis gut für unser seelisches Gleichgewicht. Aber zuviel davon kann auch zu Lebensunfähigkeit führen. Es ist wichtig, dass wir Beides in unserem Leben integrieren.
5. Leiden entsteht, wenn wir gegen das kämpfen, was ist. Das Leben ist nicht nur lustig. Manchmal kann es uns ganz schön herausfordern: Finanzielle Probleme. Zurückweisung. Eine schwere Krankheit. Solange wir diese Widrigkeiten nicht anerkennen, machen sie uns die bestehende Bürde noch schwerer. Wenn wir - statt zu lamentieren - "Ja, so ist es jetzt gerade" sagen können, gewinnen wir die Kraft, die wir brauchen, um die Situation zum Besseren zu wenden. Paradoxerweise.
6. Viel Spaß im Hier und Jetzt. Das Leben mag nicht immer lustig sein. Aber der Kontakt nach innen ist schön, berührend und bereichernd. Es lohnt sich!!!
Mehr zu meinem Erlebnis im Blog...