Quest - Finde Deine Berufung. Das Interview mit Klaus Schnalzger
Wie Sie vielleicht wissen, gebe ich seit 2002 Seminare zu den Themen Berufung, Lebensaufgabe und Lebensziele (Quest - Die Sehnsucht nach dem Wesentlichen).
Dieses Interview mit einem meiner Teilnehmer, Klaus Schnalzger (weitere Info rechts), finde ich aus verschiedenen Gründen recht bemerkenswert. Zunächst: Klaus hat seine Sache durchgezogen. Ich habe erlebt, wie er als Mitarbeiter einer Bank den Quest-Prozess begann, wie er seinen Ruf entdeckte - und ihm tatsächlich Folge leistete, in dem er sich als Coach selbstständig machte.
Wie alle intensiven Prozesse im Leben war auch diese Veränderung intensiv, machmal betrüblich, manchmal himmelhochjauchzend - aber in jedem Fall spannend und packend. Und das kommt in diesem ungeschminkten Interview klar heraus.
Es zeigt, wie es ist, wenn man sich wirklich auf seine Berufung einlässt.
Was Klaus hier schildert, haben mir viele andere Teilnehmer und Teilnehmerinen auch so geschildert. Oft war es ein Zufall, der sie auf das Quest-Angebot führte - und das sie innerlich angesprochen hat. Meist über ein Gefühl oder ein innerliches Drängen.
Woher dieses Drängen kommt?
Nun, ich bin der Meinung, dass es in jedem Menschen eine innere Instanz gibt, die über Lebensziele und Lebensaufgaben sehr genau Bescheid weiß. Manche nennen diese Instanz innere Stimme, Seele oder einfach nur Bauchgefühl.
Und wann immer eine Wende in unserem Leben ansteht, sucht diese Instanz nach Wegen, sich bemerkbar zu machen.
Die Art und Weise, wie sich die Instanz bemerkbar macht, kann höchst unterschiedlich sein. Wir treffen jemanden auf der Straße, und ein Nebensatz in der Unterhaltung führt zu Gänsehaut. Wir sitzen beim Arzt und eine Schlagzeile in einer Zeitschrift springt uns förmlich entgegen.
Oder es sind klare, eindeutige Erlebnisse, die uns den Weg weisen. So wie bei Klaus:
Was mich immer wieder am meisten beeindruckt, ist die Kraft, die sich entfacht, wenn man beginnt, seinem Ruf Folge zu leisten.
Klaus Schilderung von "Zauberei" muss nicht unbedingt Zufall sein. Sobald wir wissen, was wir wirklich wollen, beginnen wir plötzlich und unverhofft überall Chancen zu sehen, die uns vorher irgendwie nicht aufgefallen waren.
Es gibt aber auch den umgekehrten Effekt. Wenn man nämlich wieder von seinem Weg abkommt:
Was Klaus erlebt hat, kenne ich auch von mir. Man hat seinen Weg vor Augen, und dann lässt man sich von den Sirenengesängen abhalten: Scheinbar schöne Chancen, die lukrativ erscheinen, die aber nicht viel mit dem zu tun haben, was wir wirklich wollen.
In meinem Buch Quest - Die Sehnsucht nach dem Wesentlichen schildere ich ziemlich hautnah, wie ich mich innerhalb des ersten Jahres so verzettelt habe, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes ausgebremst wurde. Gut so, denn sonst hätte ich mich in was verrannt.
Und wenn man versteht, dass Engpässe einfach nur Hinweisschilder sind, findet man nicht nur leichter wieder zum Wesentlichen zurück - man versöhnt sich auch mit den scheinbaren Problemen, weil man das Gute daran entdeckt hat.
Spannend finde ich Klaus Quintessenz, weil sie viel Wahres enthält: